Endodontie – Ihr Spezialist für Zahnwurzelbehandlungen
Moderne Wurzelkanaltherapie in München. Langjährige Expertise & hohe Erfolgsquote.
Autor: Dr. Jane Schier
Letzte Aktualisierung: 17.11.2025
Die Endodontie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Zahninneren und der Zahnwurzel. Oft ist es ratsam, einen spezialisierten Zahnarzt aufzusuchen. Unsere Praxis in München ist auf alle endodontischen Behandlungen spezialisiert. Wir bieten Wurzelkanalbehandlungen, haben eine hohe Erfolgsquote und offerieren zeitnahe Termine für Schmerzbehandlungen. Eine Wurzelspitzenresektion in einem gut zugänglichen Bereich ist bei uns ebenfalls möglich.
Was ist Endodontie?
Die Endodontie ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin, das sich auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Zahninneren, des sogenannten Pulpa-Dentin-Komplexes, sowie des umliegenden Gewebes im Bereich der Zahnwurzel (periapikales Gewebe) spezialisiert hat. Der Begriff „Endodontie“ stammt aus dem Griechischen („endo“ = innen, „odont“ = Zahn). Häufig wird auch der Begriff „Endodontologie“ verwendet, der sich jedoch streng genommen auf die wissenschaftliche Lehre der Endodontie bezieht. Die Endodontie wird oft durch die Traumatologie ergänzt, welche sich mit der Behandlung von Zahnschäden nach Unfällen beschäftigt.
Das Hauptziel der endodontischen Behandlung besteht darin, Entzündungen und Infektionen im Bereich der Zahnwurzel zu beseitigen und den Zahn zu erhalten. Die bekannteste Therapiemethode ist die Wurzelkanalbehandlung. Weitere Verfahren in diesem Bereich sind die Wurzelspitzenresektion und seltenere Spezialbehandlungen wie die regenerative Endodontie oder Pulpaüberkappung. Auch die innere Zahnaufhellung (internes Bleaching) fallen unter die Endodontie.
Aufbau des Zahns
Der Zahn besteht aus mehreren Gewebeschichten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. An der Spitze befindet sich die Zahnkrone, welche von einer Schicht aus Zahnschmelz bedeckt ist – der härtesten Substanz im menschlichen Körper. Unterhalb des Zahnschmelzes befindet sich das Zahnbein, auch als Dentin bekannt. Es ist weicher als der Zahnschmelz und bildet den größten Teil des Zahns. Im Inneren verläuft die Pulpa, die in den Wurzelkanälen bis zu den Wurzelspitzen reicht. Die Pulpa enthält Zahnnerven sowie feine Blutgefäße und verbindet den Zahn über die Wurzelspitzen mit dem Blutkreislauf des Körpers. Sie spielt insbesondere während des Zahnwachstums eine zentrale Rolle in der Versorgung des Zahns.
Über die Zahnwurzel ist der Zahn fest im Kieferknochen verankert. Dies wird durch Zahnhalteflächen und Bindegewebsfasern unterstützt. Im oberen Bereich wird der Zahn zudem vom Zahnfleisch umschlossen, was zusätzlichen Halt und Schutz bietet.
Entzündungen im Bereich der Zahnwurzel
Durch eine tiefe Karies können Bakterien über das entstandene „Loch im Zahn“ in das Zahninnere eindringen, was zu einer Entzündung der Pulpa führt. Karies ist die häufigste Ursache für eine Zahnwurzelentzündung, jedoch können auch Zahnverletzungen, Risse oder undichte Stellen zwischen Zahn und Füllung oder Zahnersatz zu einer solchen Entzündung beitragen.
Bleibt die Zahnwurzelentzündung unbehandelt, kann das Absterben der Pulpa zur Folge haben, was letztendlich zum Verlust des Zahnes führt. In diesem Stadium können die Erreger ungehindert in den Kieferknochen vordringen und das Gewebe rund um die Wurzelspitze schädigen.
Die einzige Möglichkeit, einen erkrankten und bakteriell infizierten Zahn langfristig zu erhalten, ist eine endodontische Behandlung.
Die endodontische Behandlung
Die Wurzelkanalbehandlung ist die am häufigsten durchgeführte Therapie im Bereich der Endodontie.
Dabei öffnet der Zahnarzt oder Endodontie-Spezialist den betroffenen Zahn, um Zugang zum Zahninneren zu erhalten. Anschließend werden die Wurzelkanäle gründlich gereinigt, desinfiziert und bearbeitet, wobei das entzündete oder abgestorbene Nervengewebe entfernt wird. Nach dieser Aufbereitung werden die Wurzelkanäle mit einer speziellen Füllung verschlossen, und der Zahn wird versiegelt. In manchen Fällen kann zusätzlich eine Überkronung notwendig sein, um den Zahn langfristig zu stabilisieren.
Es ist sehr wichtig, das komplette Kanalsystem in der Wurzel zu säubern und reinigen (die Seitenzähne können zwischen zwei und sechs Wurzelkanäle haben), daher ist eine entsprechende Vergrößerung, wie sie beim Arbeiten unter einem Mikroskop erreicht wird, sehr wichtig für eine Erfolgsprognose.
Wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann eine zweite Behandlung (Revision), durch einen Spezialisten durchgeführt, ggf. den Zahn noch retten.
In sehr seltenen Fällen kann eine Wurzelspitzenresektion in Erwägung gezogen werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass endodontische Behandlungen durch einen spezialisierten Endodontologen eine deutlich höhere Erfolgsrate aufweisen.
Wann ist eine endodontische Behandlung erforderlich?
Eine endodontische Behandlung wird notwendig, wenn das Zahninnere oder das umliegende Gewebe der Zahnwurzel entzündet ist oder der benachbarte Kieferknochen Anzeichen einer Auflösung zeigt. In den meisten Fällen gehen solche Erkrankungen mit starken Zahnschmerzen einher. Manchmal sind diese Infektionen im Kieferknochen jedoch auch Zufallsbefunde, daher ist eine regelmäßige Kontrolle insbesondere verbunden mit Röntgendiagnostik sehr wichtig. Denn auch bei fehlenden Beschwerden sollte eine Entzündung im Zahn oder im umliegenden Gewebe behandelt werden.
Typische Anwendungsfälle für eine endodontische Therapie sind:
- Entzündungen der Zahnwurzel
- Entzündungen im Bereich der Wurzelspitze
- Auflösungserscheinungen des umliegenden Kieferknochens
- Zähne, die wenig eigene Restsubstanz haben und durch eine Wurzelkanalbehandlung und einen Stiftaufbau ihre Retentionsfläche vergrößern und damit mehr prothetische Verankerung bieten, zum Beispiel in einem Brückenverbund.
- Bei Zähnen mit ungewisser Prognose in Bezug auf die Funktion als Zahnersatzpfeiler wird die endodontische Behandlung oft vorbeugend durchgeführt, um zukünftigen Entzündungen vorzubeugen und die Stabilität des Zahnersatzes sicherzustellen.
Diagnostik in der Endodontie: Woher stammen die Zahnschmerzen?
Die genaue Lokalisation von Zahnschmerzen ist häufig nicht einfach, da der Schmerz oft ins umliegende Gewebe ausstrahlen kann. Dadurch wird der eigentliche Schmerzherd schwer identifizierbar. Typische Anzeichen für Schmerzen, die vom Zahninneren ausgehen, sind starke, pulsierende Zahnschmerzen, Schwellungen im Gesichtsbereich („dicke Backe“), die Bildung von entzündlichen Bläschen am Zahnfleisch, eine dunkle Verfärbung des Zahns oder vorausgegangene Zahnverletzungen. Ein erster diagnostischer Schritt kann ein Kälte- oder Reiztest sein, um festzustellen, ob die Zahnwurzel noch vital ist.
Der wichtigste Befund liefert jedoch meist eine Röntgenaufnahme. Diese ermöglicht eine eindeutige Erkennung von Entzündungen im Zahn oder den umliegenden Strukturen. In der Regel reicht eine einfache Röntgenaufnahme aus. In komplexeren Fällen kann eine 3D-Darstellung mittels DVT (Digitale Volumentomographie) erforderlich sein, um eine präzisere Diagnose zu stellen.
Warum ist die endodontische Behandlung so wichtig?
Ein natürlicher Zahn ist einzigartig und kann nicht vollständig ersetzt werden. Daher steht bei jeder endodontischen Therapie – sei es eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion – der Erhalt des natürlichen Zahns im Mittelpunkt.
Darüber hinaus spielt die Entfernung von Entzündungen im Bereich der Zahnwurzel eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheit. Unbehandelte Entzündungen können den Knochenabbau fördern, das Immunsystem schwächen und das Risiko für weitere Erkrankungen im gesamten Körper erhöhen. Aus diesem Grund ist die endodontische Behandlung auch in der ganzheitlichen Zahnmedizin von großer Bedeutung.
Eine erfolgreiche endodontische Therapie kann den Zahn oft für viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, erhalten. Wird der Zahn stattdessen gezogen, muss die entstandene Lücke entweder mit einem Zahnimplantat oder einer Brücke geschlossen werden. Implantate sind jedoch häufig nicht ohne Knochenaufbau zu setzen, und bei der Anfertigung einer Brücke müssen manchmal gesunde Nachbarzähne abgeschliffen werden. Zudem sind beide Alternativen mit deutlich höheren Kosten verbunden.
Ist eine endodontische Behandlung schmerzhaft?
Endodontische Behandlungen werden in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt, sodass der Eingriff schmerzfrei verläuft. In den meisten Fällen reicht eine herkömmliche Lokalanästhesie aus, um den Schmerz vollständig zu blockieren.
In seltenen, komplizierten Fällen kann jedoch eine normale Betäubung nicht ausreichend wirken. Hier kann durch eine intraossäre Anästhesie – bei der das Betäubungsmittel direkt in der Nähe der Zahnwurzel durch den Kieferknochen verabreicht wird – eine nahezu 100% schmerzfreie Behandlung sichergestellt werden. Alternativ ist eine Behandlung per Sedierung möglich.
Nach der Behandlung ist eine Immunreaktion seitens des Körpers, verbunden mit leichten, vorübergehenden Schmerzen, möglich, dies ist jedoch in aller Regel mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen gut zu behandeln.
Welche Alternativen gibt es?
Die einzige echte Alternative zur endodontischen Behandlung ist das vollständige Entfernen des betroffenen Zahns.
In sehr frühen Stadien einer Zahnwurzelentzündung kann theoretisch eine Heilanästhesie versucht werden, bei der das Anästhetikum in die Nähe des entzündeten Zahns injiziert wird. Diese Methode ist jedoch umstritten und zeigt nur in seltenen Fällen Wirkung.
Endodontie Kosten: Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?
Die Kosten für endodontische Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur unter bestimmten Voraussetzungen und meist nur teilweise übernommen. Für Privatpatienten hängt die Kostenübernahme vom jeweiligen Tarif des Versicherungsvertrags ab.
Die Höhe der Kosten richtet sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und variiert je nach individuellem Fall. Faktoren wie der Umfang der Behandlung und zusätzliche Maßnahmen beeinflussen den Endpreis, sodass eine pauschale Angabe nicht möglich ist.
Wir erstellen vorab einen detaillierten und verbindlichen Kostenvoranschlag, damit unsere Patienten Transparenz über die anfallenden Kosten haben. Unnötige Behandlungen werden bei uns konsequent vermieden.
Was unterscheidet einen allgemeinen Zahnarzt von einem Endodontie-Spezialisten?
Ein allgemeiner Zahnarzt deckt ein breites Spektrum zahnmedizinischer Behandlungen ab. Dazu gehören unter anderem Kariesbehandlungen, einfache Kronenversorgungen, umfangreicher Zahnersatz sowie Zahnimplantate. Auch grundlegende Wurzelkanalbehandlungen kann er durchführen.
Ein Zahnarzt mit Spezialisierung auf Endodontie hingegen hat sich durch gezielte Weiterbildung und Praxis intensives Fachwissen auf diesem Gebiet angeeignet. Er verfügt über spezielle Instrumente und hat umfangreiche Erfahrung im Umgang mit komplexen endodontischen Fällen. Viele Endodontologen behandeln ausschließlich endodontische Patienten und haben bereits mehrere tausend Wurzelkanalbehandlungen durchgeführt. Der bedeutendste Unterschied liegt jedoch in der Verwendung eines Operationsmikroskops mit bis zu 25-facher Vergrößerung, wodurch selbst kleinste Details sichtbar werden. Das ermöglicht eine präzisere und effektivere Behandlung – besonders bei komplizierten Fällen.
Wann sollte man einen Endodontie-Spezialisten aufsuchen?
Es gibt bestimmte Situationen, in denen die Konsultation eines Spezialisten für Endodontie ratsam ist:
- Bei komplizierten Ausgangssituationen, die auf eine schwierige Wurzelkanalbehandlung hindeuten; das ist im Seitenzahnbereich aufgrund der vielfältigen Anatomie der Kanalsystemen meistens der Fall.
- Wenn die Wurzelkanäle stark gekrümmt oder verengt sind (sogenannte obliterierte Kanäle)
- Bei Perforationen oder Frakturen von Instrumenten
- Bei vorhandenem Zahnersatz, der die Behandlung erschwert
- Beim Auftreten von entzündungsbedingten Schwellungen oder Blasen im Zahnfleisch in der Nähe der betroffenen Zahnwurzel
- Bei Knochenabbau im Bereich der Zahnwurzel
- Bei extremen Zahnschmerzen nach erfolgter Erstbehandlung
- Bei notwendigen Revisionen nach einer nicht erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung
- Vor einer geplanten Wurzelspitzenresektion
- Für eine Zweitmeinung bei unklaren Befunden
Ein Endodontie-Spezialist kann in diesen Fällen oft eine deutlich höhere Erfolgsquote bei der Behandlung erzielen. Ob eine Überweisung an einen Endodontologen sinnvoll ist, sollte im Einzelfall vom behandelnden Zahnarzt sorgfältig geprüft werden.
Gibt es Qualitätsunterschiede in der Endodontie?
Ja, und diese sind teils erheblich. Jüngste Studien zeigen, dass in Deutschland durchschnittlich weniger als 50 % aller konventionell durchgeführten Wurzelkanalbehandlungen – also ohne die Nutzung eines Operationsmikroskops – erfolgreich sind. Nur 12 % dieser Behandlungen erfüllen die strengen Anforderungen der European Society of Endodontology (ESE), der führenden Fachgesellschaft auf diesem Gebiet in Europa.
Bei einem qualifizierten Endodontie-Spezialisten liegt die Erfolgsquote hingegen bei über 90 %, wobei sämtliche Behandlungen den ESE-Standards entsprechen. Entscheidend für den Erfolg sind neben dem Einsatz des Operationsmikroskops auch die angewandten Spültechniken, die Qualität der verwendeten Materialien und die langjährige Erfahrung des Behandlers.
Warum sollten Sie uns wählen?
Im Laufe der Jahre haben wir die Wurzelkanalbehandlung in Bezug auf modernste Technik, wissenschaftlich validierte Methoden und eine schonende Behandlung optimiert. Dazu gehört ein effizientes Terminmanagement, das es uns ermöglicht, Behandlungen in der Regel in nur einem Termin durchzuführen, nahezu schmerzfreie Behandlungen sowie eine außergewöhnlich hohe Erfolgsquote von über 95 %.
Vorteile unserer Praxis
Unsere Zahnarztpraxis in der Münchner Innenstadt ist seit vielen Jahren auf endodontische Behandlungen spezialisiert und bietet Ihnen als Patient zahlreiche Vorteile:
- Über 25 Jahre Erfahrung in der Endodontie und fast 10.000 erfolgreich durchgeführte Behandlungen
- Erfolgsquote von bis zu über 95 %
- Einsatz modernster Technik: Behandlungen unter dem Operationsmikroskop
- Nahezu 100 % schmerzfreie Behandlungen
- Thermoplastische Wurzelkanalfüllungen für optimale Abdichtung
- Adhäsive Verschlüsse für eine langlebige Stabilität
- Optionaler Einsatz eines Glasfaserstifts zur zusätzlichen Stabilisierung des Zahns
- Zweitmeinungen bei komplexen Fällen
- Verbindliche und transparente Kostenvoranschläge
- Wurzelkanalbehandlungen meist in nur einer Sitzung
- Behandlung von Notfällen und akuten Zahnschmerzen
- Vorab-Beratung telefonisch für eine erste Einschätzung
- Durchführung von Revisionen bei unvollständigen oder fehlgeschlagenen Behandlungen
- Wurzelspitzenresektionen im gut zugänglichen Bereich, ebenfalls unter dem Operationsmikroskop
- Spezialistin für Endodontie (DGET-zertifiziert)
- DVT-Röntgen für präzise Diagnosen







